Zwei Schweizer Dokumentarfilme
Schweizer Frauen und die Situation auf den Alpen im Kino Xenix in Zürich
«Vier Frauen» von Michael und Faro Burtscher: über Meta Antenen, Vreni Frauenfelder, Linda Graedel und Valdina Lazzari
Der Dokumentarfilm «Vier Frauen» stellt vier in Schaffhausen lebende Frauen mit ihren individuellen Lebensgeschichten vor. Afghanistan, Italien, Amerika und Schaffhausen sind die Orte ihres Lebens; Wohltätigkeit, Gastronomie, Kunst und Sport die Bereiche ihres Wirkens. Vier Lebenswege, die unterschiedlicher nicht sein könnten, und trotzdem Gemeinsamkeiten aufweisen.
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Die Leichtathletin Meta Antenen
Meta Antenen war einmal eine der erfolgreichsten Schweizer Sportlerinnen, in den Sechzigerjahren die unbestrittene Leichtathletikkönigin. Sie konnte unzählige Erfolge verbuchen, hielt den Schweizer Weitsprungrekord fast vierzig Jahre lang und war für viele Jugendliche, vor allem für junge Mädchen, ein Vorbild.
Vreni Frauenfelder wuchs in Neuhausen auf und arbeitete dann in der Apotheke zum Ritter, der sie, mit Unterbrüchen wegen Auslandaufenthalten, vierzig Jahre lang treu blieb. 1975 reiste sie erstmals nach Afghanistan und war beeindruckt von der Gastfreundschaft der Bevölkerung und der Schönheit der Landschaft. 1979 begann sie, sich für das vom Krieg gebeutelte Land zu engagieren und gründete 1988 die Afghanistan-Hilfe Schaffhausen, für die sie auch heute noch tätig ist.

Die Künstlerin Linde Graedel
Linda Graedel wurde in San Francisco geboren, besuchte die Art Center School in Los Angeles, bevor sie weitere Ausbildungen nach Wien, Zürich und Paris brachten. Seit 1962 lebt und arbeitet sie in Schaffhausen. Weiter wurde sie durch ihre Gerichtszeichnungen für den Tages-Anzeiger, die Musiker- und Musikerinnenporträts für die NZZ und zahlreiche Ausstellungen bekannt.
Valdina Lazzari-Mocchiutti, gebürtige Italienerin, kam im Alter von 21 Jahren mit einem Adresszettel des künftigen Arbeitgebers in der Hand in die Schweiz. 1970 eröffnete sie das Restaurant Commercio in Schaffhausen. Das als Familienbetrieb geführte Lokal war ein Treffpunkt für Italiener und für Schweizer, die ihre Liebe zur italienischen Küche entdeckten. Nach 35-jähriger Tätigkeit schaut sie heute auf eine arbeitsreiche, anstrengende, doch erfüllte Zeit zurück.
Sonntag 4. und 11. September, je um 12.00 Uhr
«Die Käsemacher – Ausländische Alpsennen im Berner Oberland» von Sara Fasolin
Mit den Älplerinnen und Älpnern Saskia Ambrass, Mathias Büttner und Isabella Kirsch, Felicitas Heckmann, Andreas Köstenbauer, Massimiliano Nicotera, Nadja Stotz und den Bauern Arthur von Bergen, Erwin Blatter, Arnold Furrer, Erhard Roth, Sandra und Hansruedi Schaad, Hans Schild-Aebi und Hans Schild-Santschi sowie Andreas Grossniklaus, Peter Stähli und Marianne Graf und Adrian Heiniger.

Die Käserin Saskia
Der Alpöhi spricht heutzutage Italienisch, Hochdeutsch oder einen österreichischen Dialekt. Denn die Sennen, die Sommer für Sommer in den Schweizer Alpen den Käse aus dem Kessi ziehen, kommen je länger, je häufiger aus dem Ausland. Für Die Käsemacher wurden fünf Älplerinnen und Älpler und deren Bauern im Haslital einen Sommer lang mit der Kamera begleitet.
Da ist zum Beispiel der katholische Theologe aus Wien, der in den Bergen die Einsamkeit sucht. Oder die junge Hamburgerin, die keine Ahnung hatte, worauf sie sich beim Abenteuer Alp eingelassen hat. Die Bauern erklären, weshalb sie die Alp nicht mehr selber bewirtschaften und beschreiben die Veränderungen, die ihnen Mühe machen, etwa wenn sich die ausländischen Alpsennen und -sennerinnen nach dem Melken sogleich an die Sonne legen. Es kommt zu Missverständnissen, aber auch zu Glücksmomenten im Stall und im Käsekeller, zu Tränen der Wehmut und zu Streit wegen Lohn und Freizeit.
Die Bauen Thuri und Hans
Der Uni-Abschlussfilm der Bernerin Sara Fasolin über das Aufeinanderprallen zweier Lebenswelten hat sich zum kleinen Kinoerfolg gemausert. 32 Jahre nach «Die Schweizermacher» gäbe es keinen Schweizer Alpkäse ohne die ausländischen «Käsemacher».
Sonntag 18. und 25. September sowie 2. Oktober, je um 12.00 Uhr.
www.xenix.ch, Kanzleistrasse 52, 8004 Zürich, beim Helvetiaplatz, Tram 2, 3, 8 und Bus 32

