Das Herz von Jenin
Seit Jahren bildet der Konflikt im Heiligen Land ein Thema im Unterricht der Oberstufe, für den der Dokumentarfilm «Das Herz von Jenin» sich ausgezeichnet als Einführung und Vertiefung eignet.
Der 12-jährige Ahmed lebt mit seiner Familie in einem Flüchtlingslager in Jenin im Westjordanland. Bei einer Razzia der israelischen Armee wird er erschossen, weil ein Soldat glaubt, sein Plastikgewehr sei eine echte Waffe. Im Spital spricht ein Pfleger die Eltern auf eine mögliche Organspende an. Sie stimmen zu, sechs Kinder werden ausgewählt.
Zwei Jahre später will der Vater sie kennen leben, drei besucht er. Samah, ein Drusen-Mädchen an der libanesischen Grenze, Mohammed, den Sohn eines Beduinen in der Negev-Wüste. Schwieriger wird der Kontakt zu Menuha, deren ultra-orthodoxe Eltern sich in einem Zwiespalt befinden. Als Eltern sind sie glücklich, dass die Tochter mit der gespendeten Niere überlebt, als strenggläubige Juden hadern sie damit, dass das Organ von einem palästinensischen Kind stammt.

Begleitet wird der Vater von einem Filmteam. Der Deutsche Marcus Vetter und der Israeli Leon Geller recherchierten die wahre Geschichte und schilderten die Situation im Land. Der berührende Dokumentarfilm zeigt authentisch, fair und differenziert den Alltag der Menschen in Israel/Palästina.
Empfehlung zur Einführung: Karin Wenger: Checkpoint Huwara, ISBN 978-3-03823-408-1.

