BenX

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In der Schweiz nimmt sich alle drei Tage ein junger Mensch das Leben, etwa zehnmal so viele versuchen es. Zahlen, die Eltern und Jugendliche,  Erzieherinnen und Erzieher, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter aufhorchen lassen. Ein belgischer Spielfilm versucht eine Innenschau eines jungen Menschen, der sich umbringen will.

Ben ist anders als die andern, er lebt in seiner eigenen Welt. In seinem liebsten Online-Spiel «Archlord» versucht er, für die Widrigkeiten des wahren Lebens zu trainieren. Mit seiner Internetgefährtin Scarlite meistert er dort die Herausforderungen, die ihn in der realen Welt überfordern. Der harte Alltag in der Schule und in der Freizeit ist für den verschlossenen Aussenseiter eine tägliche Höllenqual. Immer wieder wird er von seinen Mitschülern gemobbt und tyrannisiert. Die Eltern und einige weitere Menschen versuchen ihm, ohne Erfolg, zu helfen. Ben will Schluss machen: Game over! Da tritt das Mädchen aus dem Online-Spiel in sein reales Leben…

Je komplexer, desto näher der Wirklichkeit

Zu Beginn erscheint einem der Erstlingsfilm, von Nic Balthazar nach seinem eigenen Jugendbuch «Nichts war alles, was er sagte» gedreht hat, wie ein provokativer medienpädagogischer Diskurs zum Thema «Flucht in Online-Games». Doch allmählich zeigt es sich, dass Bens Verweilen im Virtuellen nicht der Kern ist, sondern bloss eine Antwort auf eine leichte Art des Autismus, auf das unmenschlich brutale Schulumfeld mit Mobbing und Schlägereien samt Happy Slapping, auf eine schwierige Familienkonstellation usw. usf. Kaum glaubt man, den Grund auf das trostlose Leben von Ben gefunden zu haben, tauchen neue traurige Abgründe auf, welche, weniger intellektuell, mehr emotional, wirken.

Je verwirrender und komplexer der Film wird, desto näher dürfte er dem Phänomen des Kinder- und Jugendsuizids kommen. «BenX» konfrontiert das Publikum mit einem Thema, das Empathie, Analyse und adäquates Handeln verlangt, was zum Teil von den Laien, zum Teil aber von den Fachleute verlangt wird. Die Antwort gibt der Film nicht, im besten Fall Teil-Antworten. Doch fordert er heraus, sich für dieses verdrängte Thema zu öffnen.

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UND

Ben ist anders als die andern, er lebt in seiner eigenen Welt. In seinem liebsten Online-Game «Archlord» versucht er, für die Widrigkeiten des wahren Lebens zu trainieren. Mit seiner Internetgefährtin Scarlite meistert er dort die Herausforderungen, die ihn in der realen Welt überfordern. Der harte Alltag in der Schule ist für den verschlossenen Aussenseiter eine tägliche Höllenqual. Immer wieder wird er von seinen Mitschülern gemobbt und tyrannisiert. Ben will Schluss machen: Game over! Da tritt das Mädchen aus dem Online-Spiel in sein reales Leben…

Zu Beginn erscheint der Spielfilm des Belgiers Nic Balthazar wie ein etwas reisserischer Beitrag zum Thema Flucht in die Online-Spiele. Doch immer mehr zeigt sich, dass Bens Verweilen in der Virtualität seine Antwort ist auf sein Asperger Syndrom, eine leichte Art des Autismus, auf das unmenschlich brutale Schulumfeld mit Mobbing und Schlägereien inklusive Happy Slapping, auf seine schwierige Familiensituation usw. usf. Wenn man meint, die Antwort gefunden zu haben, tauchen immer neue traurige Gründe und Abgründe auf, die weniger intellektuell, vielmehr emotional durch die Identifikation mit Ben wirken. Je verwirrender und komplexer der Film wird, desto näher dürfte der Film auch der Wahrheit des Phänomens des Jugendsuizids (schweizweit jährlich über 100 vollendete und über 1000 versuchte) kommen. «BenX» konfrontiert das Publikum, Eltern oder Jugendliche, Lehrpersonen oder Sozialarbeiter, mit einem Thema, das Nachempfinden, Umdenken und Handeln verlangt.

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