70 Jahr' - graues Haar
Ein Wert, als alter Mensch berührt zu werden
Die Schweizerin Anne-Marie Haller zeigt in ihrem Informationsfilm «70 Jahr’ – graues Haar», nach einer Idee von Monika Streit Steiger, wie Frauen beim Coiffeur oder der Coiffeuse lernen, ihre individuelle Schönheit und ihr persönliches Alter zu bejahen.
Alte Frauen betreten den Coiffeursalon, kommen, um sich frisieren zu lassen und sprechen über ihr Verhältnis zu Schönheit und Alter. Während die Haare gewaschen, geschnitten oder gefärbt werden, beginnen sie aufzublühen. Und der Mythos des Anti-Aging, der die biologische Alterung ewig hinausschieben möchte, gerät ganz schön ins Wanken. Ermöglicht wird dies durch den freundlichen und liebevollen Umgang mit den Coiffeusen und Coiffeure, die ihre Kundinnen neue Werte erkennen und einen neuen Selbstwert erfahren lassen.

Die Kamera beobachtet sie, wenn sie via Spiegel miteinander oder mit der Filmemacherin über ihre noch blühende oder schon welkende Schönheit sprechen. Dabei bringen die Kundinnen eine Vielzahl von persönlichen Meinungen ein. Solches klingt bereits in der Eingangsmusik an, wo nicht der erwartete Schlager von Udo Jürgens ertönt, der generalisiert, sondern die besinnlichen Klänge von Wieslaw Pipczynski einladen, über das Gezeigt nachzudenken oder zu träumen.
Eine DVD für die Altersbildung
Bei der Coiffeuse und den Coiffeuren stehen die Fragen ihres Handwerks im Vordergrund: das Helfen, Betreuen und Dienen – Tätigkeiten, die heute von den Professionellen der Sozialen Arbeit gelegentlich belächelt werden. Doch hier geschieht aufsuchende, unterstützende, fördernde und begleitende Sozialarbeit, für die es keinen Master-Abschluss, sondern reife Persönlichkeiten braucht.
Die 27-minutige DVD kostet für den privaten Gebrauch Fr. 30.-, für Institutionen Fr. 90.-. Informationen, Bestellung: www.70jahrgraueshaar.ch

